Sydney Ellis & Her Yes Mama Band kommt am 10.3.2012 wieder auf unsere Staudacher Musikbühne im Gasthof Mühwinkl
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Geboren wurde Sydney Ellis 1947 in West Virginia in den USA. Heute lebt sie in Deutschland und hat sich zu einer der beliebtesten Blues-, Jazz- und Gospelsängerinnen in Europa entwickelt.
Ihre Stimme hat vor allem diese unverwechselbaren Blues und Soul Eigenschaften.

Zu Sydneys Repertoire gehören klassische Lieder von über 40 verschiedenen bekannten Künstlern wie z.B. Bessie Smith, Louis Armstong oder Nat King Cole.
ihre aktuelle Besetzung der Band :
Ralf Liebelt, Organ
Jimmy Reiter, Guitar
Doc Ellis, Bass
Roland Weber, Drums
Sie spielt das erste Mal am 7.12.2002 auf der Staudacher Musikbühne und als Highlight beim Riverboat Shuffle Chiemsee am 3.7.2004.

Traunsteiner Tagblatt
11.12.2007
von Ludwig Flug


Klangfülle und Ausdruckskraft weitab vom Alltäglichen

Die Sängerin Sydney
Ellis & Midnight Preachers im Gasthof Mühlwinkl in Staudach

 

Als gegen Mitternacht des Samstagabends der letzte Gesangston im ausverkauften Saal des Gasthof Mühlwinkl verklang, und ca.180 Zuschauer gebannt hinauf auf die Bühne schauten, blieb da eine kleine, sehr zierliche sechzigjährige dunkelhäutige Frau von weniger als 1,60 m Körpergröße zurück.

Doch da war keine Spur von Schüchternheit, keine Spur von Verlegenheit. Selbstbewusst, sympathisch lächelnd, elegant in einen schwarzen Hosenanzug gekleidet nahm sie den rauschenden Beifall für ihr Weihnachtslied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ entgegen, dass Sie dort kurz zuvor völlig allein und ohne jede Begleitung mit kraftvoller ausdrucksstarker Stimme in den Saal getragen hatte.

 
Es war wie fast immer in den über tausend vorangegangenen Konzerten, die die Frau seit Beginn Ihrer Gesangskarriere mit damals 44 Jahren gestaltet hatte. Andächtig blieb das Publikum nach dieser Gesangleistung zurück, ungläubig und außerstande nachzuvollziehen,
wie eine solche kraftvolle, tragende und saubere Stimme aus so einem kleinen Etwas von Resonanzkörper entsteht.


Dabei hatten auch die Mitmusiker, die Midnight Preachers, ein gerüttelt Maß an Aufmerksamkeit verdient und häufig Szenenapplaus erhalten.

Von der Musikrichtung, dem Blues bot sich die Konversation zwischen den einzelnen Instrumenten an.
So bestimmten oft die Soli der Einzelmusiker den Abend. Bobby Williams am Piano kam trotz ernster Miene immer wieder mit leichten, schnellen wunderbar untermalten Passagen daher.
Das Saxophon mit Felix Dixon trat immer wieder bei tragendem Blues hervor, wenn es galt Gefühle und Stimmungen wirkungsvoll zu untermalen. Den nicht immer einfachen Rhythmus unterstützten sparsam, aber wirkungsvoll und mit Können Wendell Carroll an den Drums und der einzige Nichtamerikaner und Weiße Martin Schmid am Kontrabass.
Zum Publikumsliebling wurde schnell auch Lester Lands an der Gitarre. Dabei war es nicht so sehr der körperliche Gegensatz zu der kleinen Sydney Ellis neben ihm, zu dem gut 130 kg schweren, massigen Lands, es war die lebhafte, grandiose Art des Gitarrenspiels, seine eigene Ausdruckskraft, wenn er in den vielen Soli in den Vordergrund an den Bühnenrand trat.

All das wusste das fachkundige gut aufgelegte Publikum immer wieder zu honorieren. Aber trotzdem blieb kein Zweifel, dass die kleine Dame mit der großen Stimme der unumstrittene Mittelpunkt war. Ausdrucksstark in schnellen Stücken mit Gesang über eine unglaubliche Bandbreite an Repertoire, Stimme, Stimmmodulationen und Stimmgewalt. Dann wieder ausgesprochen gefühlvoll mit viel Timbre in der Stimme in langsamen Balladen.

Dabei allzeit äußerst engagiert, immer in Bewegung, stilvoll und vor allem freundlich und sympathisch von der Bühne lachend.

Das Publikum war gebannt und es herrschte eine einzigartige Stimmung, weil jedem klar war, dass solch eine Klangfülle, Ausdrucksstärke, solch eine Klasse wie der Gesang der Sydney Ellis weit ab vom Alltäglichen lag. Man vermeinte die gewaltigen Gesangstöne im Raum stehen zu sehen, so füllten sie den ehrwürdigen Gasthof aus.

Höhepunkt waren die beiden Schlusszugaben.
In der ersten brachte Ellis ein schwieriges Gesangsstück nur mit Schlagzeuguntermalung. Sodann folgte das zu Beginn angesprochene Weihnachtslied. Während das Publikum äußerst leise und zurückhaltend mitsummte, rang da die Sängerin um jeden Ton, indem sie jedem eigene Kraft, einen besonderen Ausdruck mitgab, viel Gefühl hineinarbeitete und ihr ganzes Können noch einmal präsentierte. Ein paar Sekunden ungläubige Stille am Schluss des Liedes, ehe die Dame mit einem tosenden Beifall verabschiedet wurde.

Viele regelmäßige Besucher der Staudacher Musikbühne waren für diesen Abend besonders dankbar, weil der Saal jetzt der Stimme so viel mehr Raum gab, als beim letzten bejubelten Auftritt der Sydney Ellis auf dem niedrigen Schiffsdeck bei der Riverboat-Shuffle.


"Sydney Ellis & Her Yes Mama Band" bei ihrem Konzert
auf der Staudacher Musikbühne am 7.12.2002

Oben : Sydney Ellis zeigte mit ihrer Stimme viel Gefühl

Rechts : Diddi Sonntag an der Trompete und Flügelhorn

Pianist Alan Nicholson

Schlagzeuger Stefan Kaltschmid und
Martin Schmid am Kontrabass



Links : Sydney & Alex
nach einem gelungenen Abend
am 7.12.2002 in Staudach



www.sydneyellis.com