Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt:
??.05.2018
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

Der lange Weg einer Country-Band

„Hillbilly DeLuxe“ erstmals zu Gast auf der Staudacher Musikbühne. Es war eine lange Anreise für die vier Musiker von „Hillbilly DeLuxe“ vom Rhein inden Chiemgau, eine stunden lange Fahrt auf der Autobahn in den Süden der Republik.Dementsprechend passte der „Hillbilly Highway“ ausgezeichnet als Eröffnungs Stück für das erste Country-Konzert im Gasthof Mühlwinkl.

Wirklich, es gab keinen Boogie,keine Blues-Band, keinen Rock´n´Roll, dieses Mal war Country-Musik angesagt. Ausgezeichnet übrigens auch mehrfach mit dem Deutschen Country-Preis als „Banddes Jahres“ und seit ihrer Gründung 2006 europaweit auf verschiedenen Bühnen unterwegs.
„Wir bringen euch Country und Honky-Tonk und so ein Zeug, Countrymusic ist nicht nur Rock´n´Roll mit Cowboyhut“ so ein Zitat von Leadsänger, Gitarrist und Bluesharper Guido Lehmann alias Rufus T. Der warme Klang seiner Gibson-Gitarre, gepaart mit einer leicht rauen, bluesigen Stimme, sowie die akzentuierten Riffs des zweiten Gitarristen Lil` Flo (Florian Stolpe) mit seiner „Les Paul“, bestimmten maßgeblich den Sound von „Hillbilly DeLuxe“.
Viele Eigenproduktionen, sowie einige Hits der Kultband BR5-49 und weiterer Coverversionen bekannter Country Sänger wurden authentisch gespielt.

Ruhig und gelassen, mit dezentem Groove, hing Bassist Rainer Herzam, genannt der „Coalminer“, an seinem Fender-Bass.

Im Hintergrund agierte Drummer Klaus Marner als „KayEm“ mit einem präzisen Schlagwerk, bei Hank Williams Oldie „Jambalaya“ baute er zum Schluss ein kurzes aber knackiges Solo ein.
Guido Lehmann wechselte gelegentlich zu einer Lapsteel-Gitarre, einer flachliegenden so genannten Slide-Guitar, oder er begleitete einige Songs mit seinerBluesharp und sorgte so für mehr für Abwechslung im Programm.

Jenseits jeglicher Lagerfeuer-Romantik rockten sie den Saal, das Publikum war begeistert. Selbst einige unentwegte Linedancer der Grassauer „Country-Rebellen“zogen ihre Reihen synchron übers Parkett. Die Auswahl ihrer Songs war gut gemischt, gefühlvoll wie „Strong like a stallion“ aus ihrer aktuellen Silberscheibe, oder „Lay down Sally“ einem astreinen Bluesklassiker von Eric Clapton.

Zum Schluss der lautstark geforderten Zugaben zeigten die Hillbillies, dass auch Großstadtcowboys aus Köln keine „Hinterwäldler“ sind und ließen es mit einem von „Rockröhre“ Linda Ronstadt publizierten „poor poor pitiful me“ noch einmal ordentlich krachen.

RS

Mehr Fotos vom Hillbilly Deluxe Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt :

Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

Drei Saxophone mit etwas Wiener Schmäh
The Juke Joint Royals auf der Staudacher Musikbühne

Ein internationales Orchester um den Wiener Sänger und Pianospieler Erich Herbst, präsentierte hier im südbayerischen Raum zum ersten Mal ihre Mischung aus Rhythm & Blues und Boogie aus den 1940er und 50er Jahren.
Musik, Bekleidung und Auftreten entsprachen eben dieser Ära, die Damen in hübschen Kleidchen, die Herren im legeren Anzug der Swing-Mode.


Foto Reinhard Dlapa , Schlagzeuger , vielen Dank !!
Besonders die beiden Damen Nina Dvorak und Sarka Benedova mit ihren Tenor-Saxophonen, traten optisch und akustisch hervor und bestimmten mit ihren Instrumenten maßgeblich den Sound der siebenköpfigen Band.
Der dritte Bläser an der Front war Peter Hübl mit seinem Alt-Saxophon, der ebenso wie die beiden Ladys immer wieder mal mit einem leidenschaftlichen Solo begeisterte.
Die „Saiten-Fraktion“ auf der rechten Seite der Bühne, Vanja Hajdukovic am Kontrabass und Gitarrist und Sänger Mathias Schwarz, die beiden Ruhepole der Band, die sich bei ihren Soli aber durchaus ein wenig bemerkbar machten.
Am Schlagzeug verrichtete Reinhard Dlapa sein Werk, versteckt hinter dem
Klavier, dezent im Hintergrund agierend. Gründer und Entertainer der Juke Joint Royals, Erich Herbst, der dieses Klavier bearbeitete, erzählte mit einer Prise „Wiener Schmäh“ gewürzt, manche Anekdote über die Band.

Seit etwa zwei Jahren treten sie in genau dieser Formation zusammen auf Konzerten und Festivals auf.

Ihre erste Musik-CD ist bereits auf dem Markt und fand beim hiesigen Publikum viele Abnehmer.
Mit eigenen Kompositionen wie dem „Fat Cat Boogie“ oder „Big Fine Mama“ brauchten sie keinen Vergleich mit denen ihrer Vorbilder aus Amerika zu scheuen, die Zuhörer bestätigten dies mit ihrem Applaus.
Zu fortgeschrittener Stunde stieg die Lautstärke deutlich an, wurde die Stimmung ausgelassener, die Damen zeigten beim „Jump Jive“ mehr körperlichen Einsatz und Erich Herbst hüpfte auf dem Klavierhocker auf und
ab oder haute gleich im Stehen in die Tasten.

Die Band hatte sichtlich Spaß auf der Bühne, den Zuhörern und Tänzern schien es zu gefallen, forderte lautstark klatschend noch mehr.
Mit einer letzten Zugabe, einem der Bluesklassiker von Robert Johnson aus dem Jahr 1936 „Sweet Home Chicago“, verabschiedeten sich die sieben
Wiener vom Staudach-Egerndacher Publikum.

Mehr Fotos vom Juke Joint Royals Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt : 2.2.2018
Text : Reiner Strasser 
Fotos : Alex Welte

Drei "Seelenverwandte"
auf der Bühne

Eindrucksvoll und elegant, "The Boogiesoulmates" eröffneten Konzertreigen in Staudach

Temporeichen Boogie-Woogie durften zahlreiche Blues- und Boogie-Freunde erwarten, die sich bereits lange vor Konzertbeginn im Gasthaus Mühlwinkl die besten Plätze sicherten. Die Veranstalter der Staudacher Musikbühne, Welte & Janotta, kredenzten zum Auftakt des Veranstaltungs- jahres ein ganz besonderes Schmankerl.

Die Gruppe „The Boogiesoulmates“, drei „Seelenverwandte“ mit der charismatischen Sängerin Alicia Emmi Berg, die mit ihrer ruhigen und klaren Stimme, mit ihrer Ausstrahlung und Eleganz die Zuhörer vom ersten Augenblick an für sich einnahm. Für fast drei Stunden beste Unterhaltung sorgte neben Schlagzeuger Andreas Bock noch Pianist Niels von der Leyen. Wem diese Namen bekannt vorkommen sollten, beide Musiker durften bereits vor einigen Jahren beim Boogie-on-the-sea-Festival auf dem Chiemsee ihre Klasse unter Beweis stellen. Die Boogiesoulmates, seit etwa fünf Jahren in dieser Besetzung zusammen, haben sich ganz dem Boogie und Rhythm & Blues verschrieben und gehören mittlerweile zu den gefragtesten Bands dieses Genres.

Selten gespieltes Musikgut aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, überwiegend aus dem Land jenseits des Atlantiks, konnte die Band auf ihre ganz spezielle Art vermitteln.

Beim „Backdoor Santa“, einer weiblichen Version des Weihnachtsmannes, wie Alicia Emmi Berg augenzwinkernd ein Lied ihrer aktuellen Weihnachts-CD erklärte, dem „Mambo Baby“ oder „Bring it home to me“ im Duett mit Andreas Bock, stellte sie ihre beeindruckende Stimme unter Beweis.
Mit einer Leichtigkeit kündigte sie ihre Songs an, zelebrierte ihr Programm, spielte mit dem Publikum. Hier saß jede Bewegung, jeder Blick, jede Pointe. Selbst die kulinarischen Genüsse der Wirtschaft bedachte sie mit ihrer liebenswürdigen Art.

Andreas Bock und Niels von der Leyen konnten auch als Duo voll überzeugen, insbesondere wenn die Sängerin ihrer Stimme eine kurze Pause gönnte und die Bühne ihren Begleitern überließ.Die Hektik eines Großstadt Feierabendverkehrs ließen die beiden Herren in ihrer über zehnminütigen „RushHour“ aufleben, einem mit flinken Flitzefingern von dem hierzulande wohl schnellsten Boogie-Pianisten im Expresstempo gehämmerten Boogie-Woogie und einem „Andreas-Bock-Spezial-Schlagzeugsolo“ mit eingebauter „Luftnummer“.
Besonderen Beifall fand auch der Klassiker „Boogie-Woogie Stomp“ vom Boogie-Altmeister Albert Ammons, so leidenschaftlich getrommelt, dass sogar ein Mikrofon-Ständer kurz in Versuchung geriet, sich ehrfurchtsvoll zu verneigen. Das eindrucksvolle Gastspiel der „Boogiesoulmates“ war gefühlt viel zu kurz, das Publikum forderte mit kräftigem Applaus verständlicherweise noch mehr und wurde mit weiteren Zugaben belohnt, bevor sich Alicia Emmi Berg mit Andreas Bock und Niels von der Leyen aus Staudach-Egerndach verabschiedeten.

Meinung zum Konzert :

War das ein toller Abend gestern, den Du für uns alle organisiert hast, die BOOGIESOULMATES waren so gut! Wir haben ja schon viele Konzerte auf „Deiner“ Musikbühne gehört und gesehen, aber das gestern war wohl eines der Besten – und der Meinung sind nicht nur wir und unsere Begleiter, das hörten wir auch von vielen anderen Konzertbesuchern. Ganz begeistert und beschwingt sind wir dann heimgefahren und werden in Gedanken noch lange davon „zehren“ . Das kann man nur bewundern, wie Du solch tolle Musik-Gruppen immer wieder nach Staudach holst, unvergleichbar. Da können wir uns nur wünschen, daß Du weiterhin
solch „Überraschungen“ für Dein Publikum bereit hältst und auch, daß Du die Boogie-Soul-Mates  wieder mal für uns auf die Bühne bringst!
Danke für diesen besonderen Abend

(
Elisabeth und Franz)
Mehr Fotos vom Boogiesoulmates Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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